USA Südwesten

Pritchett Canyon

Für heute haben wir uns die Wanderung auf dem Pritchett Canyon Trail vorgenommen. Wir haben uns aber von dem Rundtrail in Kombination mit dem Hunter Valley verabschiedet, nachdem wir vor drei Tagen gesehen haben, dass wir dabei ein ordentliches Stück entlang der Fahrstraße laufen müssten.

Vorher gibt es aber erstmal ein wie immer fantastisches und ausgiebiges Frühstück bei Anna & Vic in Kombination mit netten Gesprächen und Plaudereien mit den anderen Gästen im B&B.

Heute stehen Waffeln auf der Speisekarte:


Gegen 9:00 Uhr brechen wir auf und sind nach einer halben Stunde Fahrt am Trailhead. Das Wetter meint es auch heute wieder gut mit uns und wir sehen einem tollen Tag entgegen.

Der Pritchett Canyon ist eine ganz besondere Strecke für Offroad-Freaks und auf einer Skala von 1 bis 10 mit einer 9 bewertet - also wirklich nur etwas für die Hartgesottenen.

Am Eingang des Canyons steht auch ein Hinweisschild, was nochmals ausdrücklich daraufhin weist, dass diese 4x4-Route über 4.5 äußerst schwierige Meilen führt und nur für Fahrer mit extremer Erfahrung im Felsklettern geeignet ist.

Eigentlich sind wir ja nicht besonders scharf darauf, bei der Wanderung die Straße mit Offroad-Fahren zu teilen, aber das könnte evtl. spannend werden — schaun wir mal…

Zunächst jedoch genießen wir auf dem ersten Stück der Wanderung noch etwas die Ruhe und Einsamkeit in der tollen Landschaft:

Damit ist es aber bald vorbei, als sich von hinten die erste Gruppe Offroader nähert.

Auf dem unspektakulären Stück, wo wir von den Autos überholt werden, hält sich unsere Begeisterung noch in Grenzen. Aber bald sind wir es, die die Gruppe überholen, als diese an der ersten schwierigen Herausforderung am Axle Hill zu kämpfen hat.

Von hier ab machen wir uns einen Spaß daraus, vorauszulaufen und an den ausgezeichneten schwierigen Stationen Stellung zu beziehen, uns dort einen schönen Aussichtsplatz zu suchen und zu beobachten, wie sich die Jeeps über Stufen hinaufkämpfen, wo wir selbst beim Wandern die Hände zu Hilfe nehmen müssen.

Es ist einfach unfassbar und unglaublich, wie die Fahrer dort mit den Autos drüberfahren eek

Eine gute Ausrüstung ist für die Fahrer dabei offenbar auch extrem wichtig.

Wir kommen unter Anderem an einer kleinen Gruppe Fahrer vorbei, die gerade damit beschäftigt sind, mit dem Schweißgerät an ihrem Auto etwas zu reparieren.

Scheinbar waren sie beim Überqueren eines der Hindernisse nur bedingt erfolgreich wink

Insgesamt also ein wirklich spannender und interessanter Teil der Wanderung.


Später verlassen wir die Jeepspur und kommen wieder in ruhigeres Gelände. Wir passieren den Window-Arch, den Silt-Arch und sehen in der Ferne den Pritchett Arch.

Ab und zu gibt es etwas zu kraxeln und irgendwann ist die Hall Bridge erreicht.

Ein riesiger, beeindruckender Felsbogen, bei dem wir unseren Lunch Break einlegen und uns anschließend wieder auf den Rückweg machen.


Auf dem Rückweg wollen wir eigentlich noch einen Schlenker zum Pool Arch einlegen. Leider sind wir dabei recht erfolglos und müssen das Unterfangen irgendwann wieder abbrechen, da wir im Vorfeld nicht wirklich gut recherchiert haben: dieser Abstecher ist offenbar nur mit Abseilen von der anderen Seite aus möglich. Trotzdem gibt es noch ein paar Bilder vom Rückweg:


Zurück in Moab geht es heute zum Abendessen auf Wunsch eines einzelnen Herren in die Brewery. Das Bier schmeckt wohl ganz gut, aber vom Essen sind wir leider nur mäßig begeistert. Muss beim nächsten Moab-Besuch definitiv nicht noch einmal sein — Bilder gibt es keine…

Zur Entschädigung gibt es hinterher noch ein leckeres Eis im Moab Coffee Roasters.